Standards und Formate

Gelistet sind Standards als Rahmenbedingungen für die Barrierefreiheit von Webseiten sowie Formate, die Kernanforderungen an barrierefreie Dokumente erfüllen bzw. das Potential dazu besitzen.

Webstandards

Als Gremium zur Standardisierung des World Wide Web erarbeitet das World Wide Web Consortium (W3C) Empfehlungen (Recommendations), die als sogenannte Webstandards bezeichnet werden. Im Unterschied zu den Normen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) besitzen diese keinen rechtsverbindlichen Charakter, sondern dienen pimär der Kompatibilität im Web. Darüber hinaus ist jedoch eine Reihe von Webstandards als ISO-Norm anerkannt.
Speziell dem Thema Barrierefreiheit widmen sich drei Webstandards:

  • Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) – Richtlinien für barrierefreie Webinhalte
  • Authoring Tool Accessibility Giudelines 1.0 (ATAG) – Richtlinien für Autorenwerkzeuge, mit denen barrierefreie Webinhalte erstellt werden
  • User Agent Accessibility Guidelines 1.0 (UAAG) – Richtlinien für Browser und Assistive Technologien

Für das hier avisierte Anliegen sind die WCAG in der Version 2.0 maßgeblich, siehe auch Rechtliche Grundlagen der Barrierefreiheit.

Formate

dienen der konkreten Umsetzung der Barrierefreiheit bei Webseiten und Dokumenten im Web, etwa nach WCAG oder anderen geltenden Richtlinien.

Für barrierefreie Webseiten

  • HTML (Hypertext Markup Language)
  • CSS (Cascading Style Sheets)
  • SVG (Scalable Vector Graphics)
  • SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language)

Für barrierefreie Dokumente

  • Microsoft Word
  • XML
  • HTML
  • PDF
  • DAISY
  • EPUB

„Die Möglichkeit zur Barrierefreiheit ist zwar dem Format inhärent, muss für ein barrierefreies Produkt jedoch korrekt und vernünftig angewandt werden.“
Quelle: Barrierefreies Publizieren 2011 (deutsche Übersetzung 2013), S. 16.

Quellen und Empfehlungen

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